Besuch aus Chile 2009

Auf den Spuren ihrer Vorfahren  -  Eine Reise in die Heimat ihrer Vorfahren

26 Nachfahren der protestantischen Zillertaler Auswanderer von 1837 kamen nach Europa, um auf den Spuren ihrer Vorfahren zu wandeln. Ihre 54 Vorfahren waren zwischen 1856 und 1860 von Zillerthal-Erdmannsdorf weitergezogen nach Chile und wagten dort einen Neuanfang am See Llanquihue. Über München, Innsbruck, Zillertal, Salzburg, Prag kamen nun ihre Nachfahren am 14. Juni 2009 nachmittags im Hirschberger Tal, heute Kotlina Jeleniogorska, in Schlesien im Hotel Schloss Lomnitz an. Dort hatten sich zur Begrüßung die Familien Schönherr, Heyland und Bast aus Deutschland, die ebenfalls Nachfahren der Zillertaler Auswanderer von 1837 sind, bereits eingefunden. Über Internet hatte man vor dem Treffen fleißig Kontakt gehalten und freute sich nun in geselliger Runde persönlich kennenzulernen.

Besuch aus ChileAm nächsten Tag besuchten chilenische und deutsche Nachfahren gemeinsam das Schloss Erdmannsdorf, in dessen Vorhof das Denkmal des Johann Fleidl steht. Er war der Führer der Zillertaler Protestanten und hatte beim preußischen König Friedrich Wilhelm III. vorgesprochen mit der Bitte, um Aufnahme seiner protestantischen Landsleute in Preußen.

Dr. Horst Berndt (+2011), Ehrenvorsitzender des Verein zur Pflege schlesischer Kunst und Kultur und profunder Kenner Schlesiens, führte die Gruppe durch Zillerthal-Erdmannsdorf. Auf dem Kirchenvorplatz erläuterte er die Geschichte der Kirche.

Den kleinen offiziellen Teil vor dem Tirolerhof, dem ehemaligen Rieserhaus, umrahmte Ruth Klocker mit ihrem Akkordeon musikalisch. Kurt Klocker, Präsident der Tiroler in Chile und Klaus Weidinger, Sprecher der Tiroler in Chile überreichten Erinnerungstafeln an den Bürgermeister der Gemeinde Myslakowice Zdzisław Pietrowski und an den Ehrenvorsitzenden des VSK Dr. Horst Berndt.

Die Führung durch die Kirche Wang war für Pfarrer Edwin Pech eine Herzensangelegenheit.

Nachfahren aus Chile und Deutschland im Hotel Schloss Lomnitz.
Im Pfarrhaus hatte er die Kirchenbücher der evangelischen Gemeinde bereit gelegt. In diesen befinden sich auch die Eintragungen zur Geburt und Heirat der Ur und Ur-Ur-Großeltern der Mitglieder der chilenischen Reisegruppe.

Klaus Weidinger, Organisator der Reise, und Kurt Klocker bedankten sich bei Pfarrer Pech und überreichten die handgefertigte Holztafel. Sie wurde extra für diese Reise in die Heimat der Vorfahren in Chile entworfen und hergestellt. Die Tafel soll an den Besuch der chilenischen Nachfahren der Zillertaler Auswanderer im Hirschberger Tal, heute Kotlina Jeleniogorska, erinnern.

Am letzten Abend im Hotel Schloss Lomnitz bedanken sich die chilenischen Nachfahren der Zillertaler bei Elisabeth von Küster, der Hausherrin des Hotels Schloss Lomnitz für den angenehmen Aufenthalt. In gemütlicher Runde lässt man die Reise in die Heimat der Vorfahren ins Hirschberger Tal Revue passieren und verabredet sich wiederzutreffen.

Fotos Helga und Horst Bast © 2009

 

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